Narzissmus ist erblich

Narzisstische Menschen sind nur an sich selbst interessiert. Genau deswegen ist eine Beziehung mit ihnen oftmals ein aussichtsloser Kampf um Liebe und Geborgenheit.

Ein bisschen Egoismus schadet nicht und ist auch hilfreich, um die eigenen Bedürfnisse und Wünsche erfüllt zu bekommen. Wenn er allerdings überhand nimmt, kann es sich um eine narzisstische Persönlichkeitsstörung handeln. Das ist vor allem ein männliches Problem, denn etwa 75 Prozent der Betroffenen sind Männer und 25 Prozent Frauen.

Doch wann ist jemand wirklich ein Narzisst? Dazu müssen nach dem diagnostischen und statistischen Leitfaden psychischer Störungen (DSM) fünf von neun Kriterien erfüllt sein. Charakteristisch für Narzissten ist, dass sie von ihrer eigenen Wichtigkeit, Brillanz und ihren Leistungen enorm überzeugt sind. Sie glauben, besonders einzigartig und wertvoll zu sein, und möchten wenn möglich auch nur mit anderen "besonderen" Menschen Kontakt haben.

Personen mit einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung verhalten sich häufig manipulativ, empathielos und ausbeuterisch ihren Mitmenschen gegenüber. Andere Menschen dienen oft nur dazu, die eigenen Ziele zu erreichen. Mit Kritik können Narzissten nicht gut umgehen. Häufig verhalten sie sich dann besonders arrogant oder es kommt zu regelrechten Wutausbrüchen. Deswegen haben sie fast immer Schwierigkeiten im zwischenmenschlichen Bereich.

Wie entsteht die narzisstische Persönlichkeitsstörung?

Die Ursachen für diese Persönlichkeitsstörung sind noch nicht vollständig erforscht, allerdings haben Studien gezeigt, dass die Hälfte der Fälle genetisch bedingt ist. Auch die Erziehung spielt eine Rolle: "Wenn Eltern ihre Kinder immer für die tollsten, schönsten und besten halten und sie besonders behandeln, neigen diese dazu, so ein überhöhtes Selbstwertgefühl aufzubauen", erklärt Class-Hinrich Lammers, ärztlicher Direktor der psychiatrischen Kliniken und Chefarzt der I. und III. Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie in der Asklepios Klinik Nord in Ochsenzoll, gegenüber ntv.de.

Auch zu hohe Ansprüche oder Vernachlässigung in der Kindheit können eine Rolle spielen. In so einem Fall haben narzisstische Menschen dann eigentlich ein sehr geringes Selbstwertgefühl. "Die narzisstische Hülle verhindert, dass irgendjemand ihren Kern erkennt", sagt Lammers und ergänzt weiter: "Ein Mensch, der von sich selbst denkt, nicht liebenswert zu sein, kann das kompensieren, indem er ganz viele Dinge tut, die ihm Anerkennung, Respekt und Zuspruch verschaffen". Kein Wunder also, dass sehr viele Narzissten süchtig nach der Bewunderung ihrer Mitmenschen sind. Fällt diese weg, kann das zu einer regelrechten narzisstischen Kränkung führen. In schlimmen Fällen kommt es durch diese Krise zu Depressionen oder sogar Selbstmord. Die Suizidrate ist bei Menschen mit einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung überdurchschnittlich hoch: sie beträgt 14 Prozent.

Die falsche Liebe

Narzissten sind im Grunde nicht zu echter Liebe fähig. "Liebe hat auch viel mit Fürsorge, Konstanz und dem Ertragen von Problemen zu tun. Das können die nicht", erläutert Lammers. Dennoch verhalten sie sich am Anfang einer Beziehung oft auffällig charmant, wortgewandt und selbstbewusst. Sie sind besonders aufmerksam und tun quasi alles für den potenziellen Partner. Doch schon nach kurzer Zeit kann dieses Verhalten in das absolute Gegenteil umschlagen: Der andere wird ständig kritisiert, kontrolliert und spielt in der Beziehung bestenfalls eine Nebenrolle. Das ist insbesondere dann der Fall, wenn der Partner aufhört, das Ego des Narzissten zu streicheln: "Solange man ihn bewundert, toll findet und begeistert ist, ist das Nahrung. Aber sobald das schwächer wird - und das ist nach ein bis zwei Jahren immer der Fall - dann ist die Nahrung weg und der Partner wird uninteressant", erklärt Lammers.

Eine Beziehung mit einem Narzissten funktioniert daher meist nur kurzfristig: "Narzisstische Menschen können andere nicht an sich heranlassen. Wenn es zu Nähe kommt, werden sie ganz unsicher und empfinden das als belastend", so der Psychologe. Länger andauernde Partnerschaften sind oft geprägt von emotionaler Abhängigkeit und Unterordnung des Partners. Da kein Mensch jedoch immer den Kürzeren in einer Beziehung ziehen will, kommt es häufig zu Konflikten. Von Harmonie und Liebe ist dann nichts mehr zu spüren. Oft finden sich die Partner daher vorerst mit der Situation ab, beenden die Beziehung früher oder später aber, weil der Leidensdruck zu groß wird.

Menschen, die in einem normalen Maße selbstbewusst, glücklich und im Reinen mit sich sind, werden schnell aus einer Beziehung mit einem Narzissten flüchten. Aber wer hält an einer Partnerschaft mit solchen egoistischen Menschen fest? Eine Studie von Psychologen der Universität Münster hat gezeigt, dass sich Selbstverliebte zueinander besonders hingezogen fühlen. "Wenn beide Partner hochnarzisstisch sind und mit ihrem Ego und ihren Erfolgen strahlen, kann das gegenseitig beflügeln", erklärt einer der Studienautoren gegenüber Spektrum. Jedoch bleiben auch nicht-narzisstische Menschen mit Narzissten in einer Beziehung, und zwar dann, wenn sie davon profitieren. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn der beruflich erfolgreiche Narzisst sie finanziell versorgt oder im Rahmen seiner dominanten Rolle wichtige Entscheidungen für beide Partner trifft. Häufig handelt es sich dabei um unsichere Menschen, die den Preis dieser toxisch-belastenden Beziehung dafür in Kauf nehmen.

Akzeptanz, Therapie oder Trennung

Viele Frauen und Männer bleiben in der Beziehung, weil sie glauben, der narzisstische Partner würde sich für sie ändern. Das ist jedoch eine aussichtslose Hoffnung, warnt Lammers: "Wenn jemand wirklich ganz starke narzisstische Züge hat, wird ihn niemand verändern, es sei denn, er macht eine Therapie". Nur in seltenen Fällen sind Menschen mit dieser Persönlichkeitsstörung jedoch dazu bereit. Das liegt daran, dass Narzissten meistens keine Einsicht hinsichtlich ihres rücksichtslosen und verletzenden Verhaltens zeigen, sondern von der Richtigkeit ihrer Handlungen absolut überzeugt sind.

Das Problem sind immer die anderen - in dem Fall der Partner. Dieser wird in seinem Selbstwertgefühl so sehr geschädigt, manipuliert und oft vom eigenen sozialen Umfeld isoliert, dass der Absprung mit der Zeit immer schwieriger wird. Daher sollten betroffene Partner sich bereits frühzeitig fragen, ob sie mit dieser Art von Partnerschaft glücklich sind und sich notfalls von dem Partner trennen. In späteren Phasen gelingt die Trennung vom Narzissten aufgrund der ausgeprägten emotionalen Abhängigkeit häufig nur noch mit professioneller Hilfe oder wenn der narzisstische Partner selbst die Beziehung beendet.

Erst wenn echter Leidensdruck bei dem Narzissten entsteht, begibt er sich in Behandlung. Das ist beispielsweise dann der Fall, wenn der Partner mit der Trennung droht oder Folgeerkrankungen wie Suchtprobleme auftreten. In der Therapie selbst geht es dann vor allem darum, Nähe zuzulassen: "Hinter all dem liegt eigentlich ein Bedürfnis nach Geborgenheit, Nähe und Vertrautheit, das sie nie gelernt haben zuzulassen", erklärt Lammers. Da es sehr häufig an sozialer Kompetenz mangelt, lernen die Betroffenen auch, wie man Gespräche führt oder Interesse an anderen Menschen zeigt. In der Therapie sollen Narzissten auch lernen, zu verstehen, wie sich andere Menschen angesichts des eigenen narzisstischen Verhaltens womöglich fühlen. Welche Bedürfnisse oder Wünsche hat meine Partnerin oder mein Partner überhaupt?

Quelle: ntv.de


Ein Aspekt der narzisstischen Soziopathen ist, und daran sollte man sich erinnern, dass sie in ihrer eigenen kleinen Welt leben, in der ihre Begierden und bizarren Fehlfunktionen normalisiert sind. Sie glauben, dass sie den meisten Menschen überlegen sind, weil sie räuberisch sind und nicht an lästigen Anhängseln wie Empathie und Gewissen leiden. Sie neigen im Allgemeinen dazu, zu glauben, dass sie die meiste Zeit über alle anderen über den Tisch gezogen haben. Sie denken, dass du ein unterwürfiger Idiot bist, und dass du, wenn sie einen Befehl bellen, einfach aufspringen wirst, weil du es „glaubst“.

Ihr zwanghaftes Bedürfnis, zu kontrollieren sowie zu korrumpieren und zu zerstören, um zu bekommen, was sie wollen, ist keine Erweiterung der bloßen Gier, es ist ein tief sitzender Aspekt dessen, was ihr Wesen ausmacht. Es ist ein definierender Mechanismus, der den Kern ihres Charakters ausmacht. Sie sind Monster der realen Welt, wie Vampire, die versuchen, sich unter eine ahnungslose Bevölkerung zu mischen.

In ihrer Arroganz neigen sie dazu, zu erwarten, dass sie Menschen nach Belieben ausbluten lassen können, ohne dass ihnen Widerstand geleistet wird oder sie entlarvt werden. Das Problem ist, dass sie, sobald sie anfangen zu fressen und zu zerstören, die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Letztendlich werden sie den Verdacht der Öffentlichkeit auf sich ziehen, zusammen mit einigen Vampirjägern. Wenn sie nicht einen Weg finden, sich zu verstecken, ist ein Pflock durch das Herz unvermeidlich.

Quelle: Brandon Smith


Beispiel Merkel: Hans-Joachim Maaz, bekannter Psychiater und Psychoanalytiker, sieht in Merkels Wesen eine Bedrohung für das Land. Ihr Verhalten zeige eine "narzisstische Grundproblematik", die zu einer wachsenden Gefahr für das Land werde. Ihr werden bedenkliche Wesenszüge attestiert. Er nannte ihr Verhalten "vollkommen irrational". Narzissten könnten nicht einfach sagen, dass sie sich geirrt haben.

Dieses Verhalten sei gefährlich, denn es trage dazu bei, dass sich die Gesellschaft spaltet. Merkel beharre auf Positionen, die eine wachsende Zahl der Bürger nicht mehr akzeptiere. Wenn Merkel weiterhin an ihrem Machtkampf festhält, dann stehe ihr ein psychischer oder psychosomatischer Zusammenbruch bevor, so Maaz.

Piloten haben die Verantwortung für ein paar hundert Menschen und erhalten eine Ausbildung, die sie zur Ausübung ihrer Tätigkeit befähigen. Weiterhin wird deren Gesundheitszustand zyklisch überprüft. Die Kanzlerin, verantwortlich für das Wohlergehen von 83 Mio. Menschen, unterliegt keinerlei fachlichen Ausbildung oder Gesundheitskontrolle.

Wiederholt gab es Zitteranfälle der Kanzlerin. Auch die bis auf das Nagelbett abgeknabberten Fingernägel könnten auf eine psychosomatische Erkrankung deuten. Immer häufiger fällt ein seltsamer Satzbau auf, Reden mit abgebrochenen und unverständlichen Sätzen. Es ist auffällig, dass sie politischen Gegnern Vorwürfe macht, die exakt das eigene Verhalten spiegeln. In der Psychoanalyse spricht man von Projektion, also einer Abwehrreaktion, wodurch verhindert werden soll, sich mit Inhalten bei sich selbst auseinanderzusetzen, die man beim anderen vermeindlich sieht. Eine Störung, die häufig in Verbindung mit Narzissmus steht.

Es stellt sich also die Frage, ob hier eine ernsthafte Erkrankung vorliegt, die ein rationales Handeln verhindert. Es ist zu befürchten, dass erst ein Zusammenbruch das wahre Ausmass offenbart, da sie ein Umfeld geschaffen hat, in dem niemand mehr einzuschreiten wagt.

Deshalb haben die Verfasser des Grundgesetzes einen eklatanten Fehler gemacht. Die Kanzlerschaft muss befristet werden, damit z.B. Menschen mit pathologisch narzisstischen Störungen kein Umfeld ohne Widerspruch erschaffen können. Narzissten dulden keine andere Meinung. Kritiker werden ausgegrenzt und es bleiben am Ende nur die Ja-Sager und Günstlinge. Dies führt auf Dauer dazu, dass der Narzisst sich in seiem totalitären Verhalten bestätigt fühlt.

Quelle: Hans-Joachim Maaz


Merkel unterschreitet mit ihren Aussagen regelmäßig jegliche mitteleuropäische intellektuelle Mindeststandards. Der Sprachmüll der Kanzlerin ist widerlich und respektlos. Merkel ist eine in der SED-Diktatur sozialisierte und konditionierte Demokratiequereinsteigerin. Sie hat es nur durch Zufall in ein demokratisches System verschlagen. Es geht ihr um Macht - gleich in welchem System. Merkel hat wiederholt zu erkennen gegeben, dass sie mit unserem Grundgesetz fremdelt, es nicht richtig kennt, es auch nicht achtet. Denn sie hat sich wiederholt nonchalant darüber hinweggesetzt. Wenn Merkel das Wort "Demokratie" in den Mund nimmt, dann ist dies ein Missbrauch wie das "Demokratische" in DDR. Sie meint: Meine Macht! In der DDR war sie systemkonform, so soll sie FDJ-Sekretärin für Agitation und Propaganda gewesen sein. In typischer niederträchtiger Manier des Stasistaates werden Regierungskritiker von ihr diffamiert. Und als psychisch gestört hingestellt. Demnächst dürfen sie dann wohl mit einer Zwangseinweisung rechnen. Wie eine absolutistische Sonnenkönigin, in diesem Fall aber eher eine Black Hole Sun, will sie einen demokratischen Diskurs unterbinden. Dabei beruft sich die Physikerin von sozialistischen Gnaden gerne auf vermeintliche Wissenschaftlichkeit, die sich bei genauer Betrachtung als eine Sammlung apodiktischer Glaubenssätze herausstellt. Ein wissenschaftlicher Diskurs findet ebenso wenig statt wie ein gesellschaftlicher. Merkel braucht noch nicht einmal eine belastbare Datengrundlage für ihre Politik, angefangen bei untauglichen PCR-Tests über die untaugliche Zählung der vorgeblichen Corona-Intensivpatienten und Corona-Toten ("mit" statt "aufgrund" des Virus') über die jeglicher sachlicher Grundlage entbehrenden, völlig willkürlichen Inzidenz-Werte usw.. Die Erforderlichkeit, Geeignetheit und Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen spielen offenbar keine Rolle. Es ist nicht belegt, dass mit den Maßnahmen auch nur ein Leben gerettet werden konnte. Aber die vielfältigen Schäden dieser Politik, die sind real. Länder mit restriktiven Maßnahmen haben gerade keine besseren Zahlen als liberale. Wenn die Maßnahmen wirkungslos sind, dann verordnet Merkel einfach mehr davon. Das bringt Zulauf an den Wählern, die zuvor in Panik versetzt wurden und sich nun unter Muttis Schürze flüchten. Es ist eine Herrschaft des Unrechts und des Unsinns.

Wenn es Merkel darum ginge, Leben zu retten, dann hätte sie seit Februar/März Zeit gehabt, die Infrastruktur der Krankenhäuser zu stärken und erforderlichenfalls auszubauen, die besonders gefährdete Bevölkerung in Alten- und Pflegeheimen besonders zu schützen. Aber statt dessen beschäftigt sie die Öffentlichkeit mit ungeeigneten und ungezielten Maßnahmen. Und zerstört die zukünftige Grundlage des Gesundheitssystems: Arbeitslosigkeit zahlt keine Intensivbetten. Wenn es Merkel um die Wirtschaft ginge, würde sie diese nicht durch einen nicht erforderlichen, nicht geeigneten und nicht verhältnismäßigen Lockdown zerstören. Dann würde Merkel Einwanderung nach den Bedürfnissen der Wirtschaft gestalten. Dann würde Merkel nicht ohne Not funktionsfähige Atomkraftwerke und funktionsfähige Kohlekraftwerke aus ideologischen Gründen und aus Opportunismus abschalten. Dann würde Merkel ihre Wirtschaftspolitik nicht an quasireligiöser Klimapolitik ausrichten. Merkel ist in meinen Augen eine Spalterin und eine hochgefährliche Feindin unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung. Sie höhlt seit vielen Jahren unser demokratisches System von innen heraus aus. Und dies gipfelt nun in einem regelrechten Krieg gegen die Bevölkerung mit Maßnahmen wie in einer Militärdiktatur wie Ausgangssperren. Merkel ist DER personifizierte Grund, weshalb die Amtszeit eines Kanzlers zwingend auf zwei Legislaturperioden begrenzt werden muss. Sie ist die Krankheit, an der unsere Demokratie leidet, ja dahinsiecht...

Quelle: Rex Kramer (Kommentar bei Reitschuster.de)


Wörtlich übersetzt bedeutet Psychopathie Geisteskrankheit. Im Laufe der Zeit hat der Begriff jedoch eine viel spezifischere Bedeutung bekommen. Er bezieht sich jetzt auf eine bestimmte Art von Geisteskrankheit, die sich von allen anderen psychischen Erkrankungen in fast jeder Hinsicht radikal unterscheidet. Einer der wichtigsten Unterschiede ist, dass Psychopathen ohne die Kooperation geistig gesunder Menschen keinen Schaden anrichten könnten.

Laut Forschungsergebnissen betrifft Psychopathie ein bis fünf Prozent der Bevölkerung. Das Bemerkenswerte an dieser häufigsten Geisteskrankheit ist, dass die »Opfer« das Phänomen selbst begünstigen, indem sie unbewusst mit den Psychopathen kollaborieren. Da es so viele Millionen Menschen betrifft, kann man von einem kollektiven Problem sprechen.

Dennoch ist dieses Phänomen in der Öffentlichkeit weithin unbekannt. Und was wir nicht kennen, können wir auch nicht erkennen. Die meisten Menschen verwenden das Wort »Psychopath« eher als Schimpfwort, denn als klinischen Hinweis auf eine Geisteskrankheit. Mit dem Begriff verbinden viele das Klischee eines lustgetriebenen Serienmörders oder eines grausamen Menschen, wie er in Hollywoodfilmen dargestellt wird. Doch dieses Bild ist völlig falsch. Für Psychopathen ist nicht typisch, Menschen zu verletzen oder zu töten. Sie lieben ganz einfach gar nichts.

Das wichtigste Merkmal der Psychopathie ist das Fehlen eines Gewissens. Das Gewissen ist bei geistig gesunden Menschen der wichtigste moralische Kompass. Manche nennen es die »Seele«. Liebe, Empathie und Schamgefühle, moralische Selbstreflexion, sind Teil dieses menschlichen Kerns. Weil Psychopathen diese Seele fehlt, kennen sie keine moralischen Grenzen.

Da Psychopathen nicht lieben können, können sie sich auch nicht selbst lieben. Darum verachten alle Psychopathen sich selbst und sind davon überzeugt, dass andere sie ebenfalls verachten, sobald diese ihre wahre Natur sehen. Daher kreieren sie für ihre Außenwelt immer eine Maske der Normalität. Diesen gespielten Charakter machen sie sich schon von klein auf zu eigen und versuchen, ihn im Laufe ihres Lebens zu perfektionieren. Sie präsentieren sich als das Gegenteil dessen, was sie wirklich sind: als fürsorglich, sozial engagiert, äußerst wertvoll und talentiert, als Anführer, Retter und Überbringer von Sicherheit, Geborgenheit und Glück.

Psychopathen sind davon überzeugt, nicht für das eigene Wohlergehen sorgen zu können. Sie benötigen die Zuwendung und die Unterstützung anderer. Sie glauben auch, dass sich andere ihnen nie von sich aus zuwenden würden. Deshalb versklaven sie Menschen, damit diese sie mit dem versorgen, was sie brauchen. Psychopathen wollen Sklaven.

Einige Forscher halten Psychopathie für einen Gendefekt, andere für die Folge eines frühkindlichen Traumas. Die Krankheit tritt zwar häufig in aufeinander folgenden Generationen auf, aber sie muss nicht unbedingt genetisch bedingt sein. Denn traumatisierte Eltern traumatisieren ihre Kinder. Die Ursache lässt sich nicht ändern, die Folgen schon.

Nur wenn es Psychopathen gelingt, ihre Beute zu täuschen und Macht über sie zu erlangen, kann ihre Psychopathie funktionieren. Sie täuschen, indem sie verführen. Sie sind Meister darin, die Begierden ihrer Beute zu erspüren und darauf zu reagieren. Zu Beginn einer Beziehung erscheint der Psychopath wie ein Geschenk des Himmels. Er teilt genau deine Interessen, versteht deine Probleme, ist aufmerksam und zeigt volles Verständnis für deine Gefühle. Dann lässt er dich glauben, dass er dir genau das bringt, was du brauchst. Seine Erzählung ist so überzeugend und attraktiv, dass sie unwiderstehlich erscheint. Doch das versprochene »Heil« lässt immer länger auf sich warten. So beschuldigt der Psychopath seine Beute, ungeduldig zu sein. Danach gibt er seiner Beute die Schuld. Du bist zu instabil, zu dumm, zu egoistisch, zu psychisch unausgeglichen und zu ungehorsam. Du musst erst seine Bedingungen erfüllen, um das versprochene Heil zu erhalten. Sobald die Beute daran denkt, wegzugehen, wird eine neue Charmeoffensive eingesetzt, oft begleitet von mea culpa. Oftmals wird die Beute wieder daran glauben. Wenn das nicht funktioniert, wird die Beute mit aller Härte angegriffen.

Doch Psychopathen wollen mehr als unterwürfige Sklaven. Weil ihnen selbst die Seele fehlt, sind sie zutiefst unglücklich und eifersüchtig. Sie wollen die menschliche Essenz ihrer Beute rauben und zu ihrer eigenen machen. Psychopathen wählen im Allgemeinen eine für sie wertvolle Beute und damit genau das Gegenteil ihrer selbst: gute Menschen, mit geschätzten Eigenschaften. Da eine Seele nicht adoptiert werden kann, entscheiden sie sich in der Praxis für die Zerstörung der Essenz ihrer Beute, um sich von ihrer brennenden Eifersucht zu befreien. Weil sie kein Gewissen haben und keine Empathie kennen, ist ihnen das Leid, das sie ihrer Beute zufügen, völlig gleichgültig.

Alle Psychopathen streben nach Macht. Durch ihr Machtbedürfnis und ihr lebenslanges Training im Lügen erreichen sie schließlich die angestrebten Autoritätspositionen. »Erfolgreiche« Psychopathen nehmen daher immer Positionen ein, in denen sie anderen Aufgaben aufzwingen können. Da Psychopathen nicht durch moralische Grenzen behindert werden, haben sie einen entscheidenden Vorteil im Rennen um die Spitze. Wo andere aufgeben - weil sie es nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren können - machen sie weiter. Manchmal gehen sie auch über Leichen. Sie nutzen ihre Macht, um nicht psychopathische Konkurrenten rücksichtslos zu vernichten. Je höher auf der Hierarchieleiter, desto mehr Psychopathen sind zu finden. Mittlerweile sind alle entscheidenden Machtpositionen von Psychopathen besetzt.

Daher wird die Welt von Psychopathen regiert. Sie schaffen eine psychopathische Welt, in der für die Essenz des Menschseins immer weniger Platz bleibt, und die Lüge so dominant ist, dass die Wahrheit kaum noch eine Rolle zu spielen scheint. Obwohl diese psychopathische Welt zur Mentalität der großen Mehrheit der Menschen überhaupt nicht passt, wurde sie aber von den meisten Menschen unter Führung der Psychopathen aufgebaut.

Die Mehrheit muss lernen, wieder die Kontrolle über die eigenen Emotionen, wie Angst und den Wunsch nach Sicherheit und Glück, zu übernehmen und zu behalten. Jeder, der Sicherheit und Glück anbietet und im Gegenzug Opfer verlangt, ist ein Psychopath. Ein Lügner. Lügner können nur erfolgreich lügen, wenn die Beute nicht merkt, dass es sich um Lügner handelt. Jäger und Beute sind beide notwendig. Sobald sich die Beute nicht mehr benutzen lässt, weil sie den Jäger erkannt hat, ist es vorbei. Mit einem kollektiven Bewusstsein des Phänomens und dem Erkennen der Psychopathie ist der notwendige Nährboden weg.

Quelle: Peter Stuurman, Psychotherapeut (DEMOKRATISCHER WIDERSTAND NO. 35, 30.01.2021)


"Der Prozeß der Abnabelung beginnt bei einem Sohn nach der Geburt und bei einem Muttersöhnchen, nachdem seine Mutter gestorben ist."
Daniel Mühlemann (*1959), Naturfotograf, Aphoristiker und Übersetzer

"Es wird der Augenblick kommen, da wir glauben, daß alles vorbei ist, diesen Augenblick nennt man Anfang."
Daniel Mühlemann (*1959), Naturfotograf, Aphoristiker und Übersetzer

"Der Wahrheitswille drängt zur Offenheit, der Machtwille zur Verschlossenheit. Würden wir den Machtwillen zum Erlöschen bringen, dann würde die Verschlossenheit sich lösen."
Karl Theodor Jaspers (1883 - 1969), Psychiater und Philosoph

"Ein Vater muss lernen, das Handeln seiner Söhne zu akzeptieren, und zwar nicht gemessen an seinen Wünschen, sondern an deren Möglichkeiten."
Niccolo Machiavelli (1469 - 1527), Staatsphilosoph, Politiker und Diplomat, Geschichtsschreiber und Dichter

"Es gibt drei Arten der Intelligenz: die eine versteht alles von selber, die zweite vermag zu begreifen, was andere erkennen, und die dritte begreift weder von selber noch mit Hilfe anderer."
Niccolo Machiavelli (1469 - 1527), Staatsphilosoph, Politiker und Diplomat, Geschichtsschreiber und Dichter

"Je weiter sich eine Gesellschaft von der Wahrheit entfernt, desto mehr wird sie jene hassen, die sie aussprechen."
George Orwell (1903 - 1950), Schriftsteller, Essayist und Journalist

"Der Mensch hat drei Wege klug zu handeln. Erstens durch Nachdenken: Das ist der edelste. Zweitens durch Nachahmen: Das ist der leichteste. Drittens durch Erfahrung: Das ist der bitterste."
Konfuzius (ca. 551 v. Chr. bis 479 v. Chr.), Philosoph und Lehrer

"Der Hauptgrund für die Schwierigkeiten liegt darin, dass in der modernen Welt die Dummen sich vollkommen sicher sind, während die intelligenten voller Zweifel sind (Kluge und Vernünftige hinterfragen ihr Tun und Handeln und wirken dadurch unentschlossen und zögerlich. Bei den Dummen fehlt ein solches Regulativ. Dessen Fehlen wird häufig als Entschlossenheit und Führungsstärke mißverstanden und gipfelt ohne Widerspruch zum Größenwahn und totalitären Verhalten.)."
Bertrand Russell, (1872 – 1970), Mathematiker, Philosoph und Nobelpreisträger

"Wenn wir die Freiheit verlieren, verlieren wir auf die Dauer alles. Ohne sie ist alles nichts."
Mario Vargas Llosa (*1936), Schriftsteller, Literaturnobelpreis 2010


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